Donnerstag, 2. Juli 2015

044 Frank Terwey

www.frank-terwey.blogspot.de

geboren in Borken / D
Ausbildung zum Galvaniseur
Autodidakt

Seit 2000 sehr aktive nationale Ausstellungstätigkeit

Kunstpreis:
2007 Ausstellung in der Auswahl zum 5. Recyclingkunstpreis, Museum MARTa, Herford / D

Frank Terwey macht sich Gedanken. Er untersucht Dinge auf seine Funktion und hinterfragt die Welt, so wie sie funktioniert. Dabei stößt er auf Ungewöhnliches, Ungereimtheiten und nimmt diese Feststellungen zum Anlass, eine (Kunst)Variante zum Bestehenden zu entwickeln.
Die Objekte von Frank Terwey sind gedankentechnisch sperrig, keine leichte Kost, nicht gefällig und besitzen keinen "Streichelfaktor". Die Kunstwerke sind gradlinig und nehmen auf eine sehr hintergründige und fast schon humorvolle Art und Weise unser Konsumverhalten auseinander.


"Ohne Titel"
2015      23 x 11 x 11 cm


Frank Terwey erklärt seine Arbeit wie folgt:
Der BH, der sonst in Form hält, quetscht, stützt, verhüllt, andeutet, wird selbst zum Opfer dieser Fremdsteuerung, vom aktiven zum passiven Objekt.

Der BH mutierte zum Symbol patriarchalischer Unterdrückung, weiblicher Unfreiheit, gesellschaftlicher Zwänge. Längst war in Vergessenheit geraten, dass die Urgroßmütter genau jener 68er-Feministinnen das verfemte Dessous einst als Befreiung gefeiert hatten. Denn der BH, vor rund 100 Jahren erstmals in Serie gefertigt, hatte einem nicht nur unbequemen, sondern auch lebensgefährlichen Kleidungsstück den Garaus bereitet, dem Korsett.
Früher war ein BH Symbol der Unterdrückung der Frau, nun steht er für ihre Befreiung. Mit ihrer Unterwäsche bereite die Frau sich selbst Lust. Je nachdem, wie sie sich fühle, könne sie sich damit Form geben und sich selbst verwöhnen. Frauen tragen Dessous nicht mehr, um Männern zu gefallen. Sie tragen sie für sich.

Meine Arbeit steht für die Umkehrbarkeit der Dinge im zeitlichen und sinnlichen Kontext.


Juli 2015
#braparticipation;  #follow;  #happy;  #beautiful;  #like4like;  #art; 

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